Was wäre, wenn der DFB mit OKRs arbeiten würde? Gute vs. schlechte OKRs — am Beispiel der WM 2026.
OKR (Objectives and Key Results) definiert ambitionierte Ziele (Objectives) und messbare Ergebnisse (Key Results). Der Trick: Die Objectives inspirieren, die Key Results sind brutal konkret.
Angenommen der DFB würde OKRs für die WM 2026 setzen — wie sähen gute aus? Und welche Fehler machen 90% aller Organisationen?
Zu vage. Wie genau? Und was, wenn ihr im Halbfinale rausfliegt — ist alles umsonst?
Kein einziges KR ist messbar. "Gut spielen" — ab wann? "Fans begeistern" — wie messen?
Kein Outcome, nur Output. Fitness ist ein Mittel, kein Ziel.
Alles Aktivitäten, keine Ergebnisse. Das Team kann alle Fitness-Tests bestehen und trotzdem in der Vorrunde ausscheiden.
Der häufigste OKR-Fehler: "Die WM gewinnen" als Objective. Das ist ein Wunsch, kein OKR. Ein gutes Objective beschreibt den WEG, nicht das Endziel. "Die stärkste Defensive aufbauen" ist ein Objective, auf das man hinarbeiten kann — auch wenn man am Ende Zweiter wird.
KRs sind keine Aufgaben: "3x pro Woche trainieren" ist eine Aufgabe. "Sprintgeschwindigkeit des Teams um 5% steigern" ist ein Key Result. Der Unterschied: KRs messen ERGEBNISSE, nicht Aktivitäten.
WM 2014 vs. 2018: Die deutsche Mannschaft 2014 hatte (unbewusst) perfekte OKRs: "Höchste Passgenauigkeit, schnellstes Umschaltspiel, fitness-stärkste Mannschaft." 2018 in Russland fehlten klare KRs — und man sah es auf dem Platz.
OKR-Check — damit Ihre Ziele nicht "die WM gewinnen" sind.
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