33 Denkwerkzeuge für Organisationen, die in Komplexität bestehen wollen. Kein Framework, sondern eine Toolbox — man nimmt, was man braucht.
Complexitools ist ein visuelles Kartenset von Niels Pflaeging und Silke Hermann. Es enthält 33 Werkzeuge — keine Methoden zum "Implementieren", sondern Denkwerkzeuge, die Organisationsprobleme sichtbar machen und Alternativen aufzeigen.
Der Ansatz ist radikal pragmatisch: Kein Framework, keine Zertifizierung, keine Berater-Abhängigkeit. Jedes Tool ist eine einzelne Karte mit Visualisierung und Erklärung. Man nimmt die Karte, die zum aktuellen Problem passt, und arbeitet damit.
Hier finden Sie eine kuratierte Auswahl von 10 besonders nützlichen Complexitools. Beschreiben Sie Ihre Herausforderung, und wir zeigen Ihnen, welche Tools passen.
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Zeigt den Unterschied zwischen Zentrum (wertschöpfend) und Peripherie (unterstützend). Macht sichtbar, wer wirklich am Markt arbeitet.
Wenn Ihre Organisation mehr Overhead als Wertschöpfung hat.
Drei Strukturen in jeder Organisation: Formale Struktur (Organigramm), Informelle Struktur (Beziehungen), Wertschöpfungsstruktur (tatsächlicher Wertfluss).
Wenn das Organigramm nicht abbildet, wie wirklich gearbeitet wird.
Autonome Zellen (Teams) mit eigener Ergebnisverantwortung, die sich wie Zellen teilen und vermehren statt zentral gesteuert zu werden.
Wenn Teams keine echte Autonomie haben und alles "nach oben" eskalieren.
Führung ist eine Funktion, kein Titel. In komplexen Systemen muss jeder führen können — abhängig von Kontext und Kompetenz.
Wenn nur "Manager" Entscheidungen treffen dürfen.
Weg von fixen Jahresbudgets, hin zu relativen Zielen: Performance wird am Markt und an Peers gemessen, nicht an internen Plänen.
Wenn Ihr Budgetprozess 4 Monate dauert und am Tag der Verabschiedung schon veraltet ist.
Die 12 Gesetze des BetaCodex: Je 12 Designprinzipien für zentrale (Alpha) und dezentrale (Beta) Organisationen.
Als Startpunkt: Verstehen, wo Ihre Organisation auf dem Alpha-Beta-Spektrum steht.
Unterscheidung zwischen komplizierten Problemen (man kann sie planen) und komplexen Problemen (man muss experimentieren). Die meisten Organisationsprobleme sind komplex.
Wenn Ihre Organisation versucht, komplexe Probleme mit Projektplänen zu lösen.
Statt intern zu planen, was der Markt braucht, lässt man den Markt die Arbeit "ziehen". Teams reagieren auf echte Nachfrage statt auf Forecasts.
Wenn Ihre Produktentwicklung auf 12-Monats-Roadmaps basiert, die nie stimmen.
Konkrete Muster für Dezentralisierung: Wie verlagert man Entscheidungsgewalt vom Zentrum an die Peripherie, ohne Chaos zu erzeugen?
Wenn Sie wissen, dass Sie dezentralisieren müssen, aber nicht wissen, wie.
Weg von individuellen Boni, hin zu teambasierter, ergebnisorientierter Vergütung. Individuelle Boni zerstören Zusammenarbeit — Teams belohnen fördert sie.
Wenn Ihre Bonistruktur Konkurrenz statt Kooperation erzeugt.
Diese Auswahl zeigt 10 von 33 Complexitools. Das vollständige Kartenset gibt es als Buch und Kartenspiel.
Inspiriert von Niels Pflaeging & Silke Hermann — Complexitools