Generationenperspektiven auf Rollen überbrücken

Er hat feste Vorstellungen davon, was Männer und Frauen tun sollten. Wie Sie ein echtes Gespräch darüber führen, ohne ihn in die Enge zu treiben.

Er ist in einer Zeit aufgewachsen, in der Rollen klarer schienen, zumindest auf dem Papier. Seine Ansichten erscheinen ihm nicht veraltet. Sie erscheinen ihm richtig. Das ist das Echo des wohlwollenden Sexismus. Direkte Argumente treiben ihn in die Verteidigung. Diese Techniken finden einen anderen Weg.

Praktische Techniken

Mit gemeinsamen Werten beginnen

Benennen Sie zuerst etwas, das Ihnen beiden wichtig ist. Sagen Sie: „Wir wollen beide, dass die Kinder in dieser Familie gute Möglichkeiten haben.” Oder: „Uns beiden ist es wichtig, dass jeder seinen Teil beiträgt. Wir sehen es nur unterschiedlich.”

Er kann eine andere Sichtweise hören, wenn er weiß, dass Sie nicht alles in Frage stellen, wofür er steht.

Geschichten statt Positionen erzählen

Abstrakte Argumente kommen bei ihm nicht an. Eine echte Situation wirkt besser. Sagen Sie: „Darf ich Ihnen von etwas erzählen, das letzten Monat bei der Arbeit passiert ist?” Dann schildern Sie es sachlich. Er kann die Auswirkungen erkennen, wenn sie konkret sind. Ein abstraktes Prinzip, das er nie in Frage gestellt hat, kann er nicht immer annehmen.

Fragen Sie auch nach seiner Vergangenheit: „Welche Regeln galten damals, als Sie anfingen, für die Arbeit von Männern und Frauen?” Das laute Erzählen der Geschichte bewirkt manchmal, was Argumente nicht schaffen.

Über Fakten sprechen, nicht über Etiketten

Beginnen Sie nicht mit einer Bezeichnung. Beginnen Sie mit einer Tatsache. Sagen Sie: „Als Janas Idee ihrem männlichen Kollegen zugeschrieben wurde, wurde ihr Beförderungsfall schwächer.” Eine Tatsache ist schwerer abzutun als ein Etikett.

Warum das funktioniert

Er schützt sein Bild davon, wie die Welt funktioniert. Wenn Sie das Bild direkt in Frage stellen, verteidigt er es. Wenn Sie ihm einen Teil zeigen, der nicht passt, gibt es Raum zum Bewegen.

Sie müssen nicht gewinnen

Er hat diese Ansichten seit Jahrzehnten. Ein Gespräch wird sie nicht ändern. Es kann aber eine Tür öffnen. Respektieren Sie sein Recht, anderer Meinung zu sein. Halten Sie Ihre eigenen Grenzen. Beides kann gleichzeitig gelten.