Er macht das seit dreißig Jahren. Er hat Zyklen, Krisen und Erholungsphasen erlebt. Er weiß Dinge, die nirgendwo aufgeschrieben sind. Dieses Wissen ist real. Es konkret anzuerkennen verändert den Verlauf des Gesprächs.
Praktische Techniken
Einen konkreten früheren Erfolg benennen
Allgemeines Lob trifft nicht. Ein konkreter Bezug schon.
Sagen Sie: „Ihr Vorgehen bei der Fusion 2008 ist genau das, was wir jetzt brauchen.”
Er merkt, dass Sie aufgepasst haben. Vergleichen Sie das mit „Ihre jahrelange Erfahrung ist so wertvoll”: Das ist eine Kategorie, keine Beobachtung. Kategorien klingen wie Füllstoff.
Eine Frage stellen, die seine Erfahrung nutzt
Formulieren Sie die Frage so, dass sie sich auf das bezieht, was er tatsächlich erlebt hat.
Sagen Sie: „Sie haben schon mehrere dieser Zyklen erlebt. Was fällt Ihnen diesmal auf?”
Das ist kein Test. Das ist Konsultation. Er kennt den Unterschied. Stellen Sie die echte Frage.
Die Erkenntnis laut benennen
Wenn er etwas sagt, das nur Erfahrung hervorbringen kann, sagen Sie das.
Sagen Sie: „So etwas sieht man nur, wenn man das lange genug gemacht hat.”
Das ist eine Beobachtung, kein Kompliment. Beobachtungen lassen sich schwerer abtun als Lob.
Warum das funktioniert
Das Bedürfnis nach Respekt hängt auch damit zusammen, dass der eigene Einsatz sichtbar ist. Er hat Jahrzehnte darin investiert. Wenn Sie etwas Konkretes ansprechen, beweisen Sie, dass Sie es wahrgenommen haben. Vages Lob beweist das nicht. Es beweist nur, dass Sie im Raum waren.
Der Unterschied zwischen Konkretem und Schmeichelei
Konkrete Anerkennung wirkt. Allgemeines Lob nicht. „Sie sind so weise” klingt nach Schmeichelei. „Sie haben das schon sechs Monate früher gesehen als alle anderen” klingt nach Anerkennung. Das eine bezieht sich auf ihn im Allgemeinen. Das andere auf etwas Reales.